Internetanschluss ohne Festnetz

Internetanschluss ohne FestnetzAuf schnelles Internet möchte heute niemand mehr verzichten: Egal ob soziale Netzwerke, Online-Shopping oder Videostreaming in HD-Qualität – ohne einen schnellen Onlinezugang kommt schnell Frust auf. Störend ist dabei bisher immer die Tatsache gewesen, dass mit der Internetverbindung gleichzeitig auch ein Festnetzanschluss einher ging. Denn der musste erst langwierig beantragt werden, war unflexibel bei einem Umzug und benötigt meist einige Wochen bis zu Freischaltung. Das muss nicht zwangsweise sein, ein Internetanschluss ohne Festnetz ist machbar und dabei überraschend preiswert.

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Internetanschluss ohne Festnetz: 100 Mbit/s selbst auf dem Land – LTE macht es möglich

Möglich macht das der neue Mobilfunkstandard LTE: Hiermit sind selbst in ländlichen Gebieten Übertragungsgeschwindigkeiten mit bis zu 100 Mbit/s umsetzbar. Doch auch wenn eine solche Geschwindigkeit in der Praxis häufig nicht erreicht werden kann, hat das Mobilfunknetz der vierten Generation gegenüber dem klassischen DSL meist die Nase vorn. Denn die meisten Anschlüsse müssen nach wie vor auf Kupfertechnologie setzen, und damit sind auch unter günstigen Bedingungen nur 16 Mbit/s übertragbar. VDSL hingegen kann zwar bei der Geschwindigkeit mit LTE mithalten, ist aber erst in einigen Gebieten übertragbar. Weil der bundesweite Ausbau des Glasfasernetzes viele Milliarden Euro kosten wird, gehen Brachenexperten davon aus, dass sich an der schlechten Versorgungslage auch so schnell nichts ändern wird. Außerdem lässt sich auch mit VDSL kein Internetanschluss ohne Festnetz realsieren.

Der LTE-Vertrag ähnelt dagegen mehr einem Handytarif: Der Router wird mit einer SIM-karte ausgestattet, die vom Provider sofort freigeschaltet werden kann. Damit fallen keine langen Wartezeiten an, wie sie beim Festnetzanschluss eher die Regel sind. Die bewegen sich in etwa auf dem Niveau vergleichbarer Anschlüsse mit DSL-Technologie. Allerdings: Ein LTE-Tarif ist in jedem Fall mit einem begrenzten Volumen versehen. Bei den preiswertesten Tarifen beträgt dieses meist 10 GB monatlich, bei den teureren bis zu 30 GB. Ist dieses Volumen überschritten, wie die Geschwindigkeit gedrosselt – allerdings nicht so stark, wie das bei UMTS der Fall ist. Mit den verbleibenden 1000 kbit/s lässt sich noch einigermaßen flüssig im Internet surfen. Trotzdem: Besonders wenn das Internet nicht alleine genutzt wird, sollte man von großen Downloads sowie Video-Streaming absehen.

Internetanschluss ohne Festnetz: Surfen via UMTS eher Notbehelf

Auch Lösungen, die das UMTS-Netz nutzen, werden mittlerweile angeboten. Das sollte aber nur in Anspruch genommen werden, wo kein LTE verfügbar ist. Denn die Geschwindigkeit sowie die Reichweiten sind deutlich geringer, was auch häufiger Verbindungsabbrüche zur Folge haben kann. Im Preis schlägt sich die schlechtere Qualität dagegen weniger deutlich nieder.

Internetanschluss ohne Festnetz: LTE – einfach und schnell

Wer sich also für einen Internetanschluss ohne Festnetz entscheidet, hat zunächst eine Reihe von Vorteilen: Der Vertragsabschluss ist unkompliziert, das Internet meist sofort oder zumindest am Folgetag freigeschaltet – wer einen DSL-Anschluss beantragt, kann von solchen Umständen nur träumen. Dazu kommt die hohe Geschwindigkeit, die das Mobilfunknetz der vierten Generation ermöglicht: Bis zu 100 Mbit/s bewegen sich auf dem Niveau einer schnellen Glasfaserleitung, im Vergleich zum klassischen ADSL mit mageren 16 Mbit/s sind die Vorteile überdeutlich. Das gilt auch beispielsweise bei einem Umzug: Der Festnetzanschluss kann dann zwar ebenfalls mit umziehen, der bürokratische Aufwand ist aber hoch. Nur in einem Punkt sind die mobilen Netze im Nachteil: Durch die maximale Volumenbegrenzung kann es im laufenden Abrechnungsmonat zu einer Drosselung der Geschwindigkeit kommen.

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